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Liebevolle Betreuung einer bettlägrigen Patientin durch einen Pfleger


60 Jahre EKW: Großer Tag der offenen Tür lockte mehrere Tausend Besucher an


Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende feierte 60. Geburtstag mit großem Tag der offenen Tür


Fotogalerie

 

 

60 Jahre Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende: Am Samstag, 28. August 2010, wurde dieser Geburtstag mit einen großen Tag der offenen Tür gefeiert. Geschätzte 7000 bis 8000 Menschen strömten zwischen 11 und 17 Uhr auf das Gelände An der Lutter, wo ein umfangreiches Programm auf die Besucher wartete. Sogar das Wetter spielte mit. Bis auf einen kurzen Regenschauer blieb es trocken, und die Sonne zeigte sich längere Zeit.

 

Nachdem Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer, die Veranstaltung eröffnet hatte, startete sogleich das Bühnenprogramm mit der Vorführung von historischen Schwesterntrachten. Die Schülerinnen und Schüler aus der Krankenpflegeschule schlüpften in die Rolle von Krankenschwestern aus verschiedenen Epochen. Gleich zweimal wiederholten sie unter Applaus ihren tollen Auftritt, untermalt von Musik und moderiert von Ursula Roth, Leiterin der Krankenpflegeschule. Weiterhin gab es im Bühnenprogramm Auftritte der Ben-Heegen-Highlanders, einer Dudelsack-Band aus Neu Eichenberg, zwei Auftritte der Stars Cheerleader Göttingen und zum Abschluss ein Konzert von Jazztified, der Bigband des Hainberg-Gymnasiums.

 

Gleich neben der Bühne gab die Abteilung Anästhesie und Operative Intensivmedizin Tipps zur Laienreanimation. Wie reagiere ich richtig, wenn jemand einen Herzstillstand erleidet? Welchen Rhythmus muss man beim Wiederbeleben einhalten? Antworten auf diese und andere Fragen beantworteten Chefarzt Prof. Dr. Peter Neumann, sein Stellvertreter Dr. Horst Wagner-Berger und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An zwei hochmodernen Puppen konnten sich die Besucher in der Reanimation versuchen.

 

Buntes Treiben herrschte im großen Therapiegarten: Hier war es vor allem für die Kinder interessant: Neben einem Luftballon-Weitflug-Wettbewerb, bei dem es eine Ballonfahrt zu gewinnen gab, schminkte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit ihrer Realistischen Unfalldarstellungs-Gruppe Jungen und Mädchen nach ihren Wünschen. So auch die kleine Amelie (6) aus Göttingen, deren Gesicht jetzt ein rosa Farbenzauber ziert. Am Stand der Zentralen Notaufnahme (ZNA) gab es nicht nur Informationen über die Notaufnahme, sondern auch viel weiße Gipsmasse, mit der die Krankenpflegerinnen und -pfleger die Arme der Kids eingipsten und dann auch noch mit ihren Lieblingsfarben verzierten. „So kann man den Kindern spielerisch die Angst vor einem Krankenhaus nehmen“, sagt Jens Martin, Leitender Krankenpfleger der ZNA. Der 9-jährige Marvin hat sich die Farbe rot ausgesucht.

 

Auch für Technikinteressierte gab es einiges zu erleben. Viermal führten die hauseigenen Techniker die Besucher zu Stellen im Krankenhaus, an die man sonst eigentlich nicht gelangt, wie beispielsweise die Rohrpostanlage, die Technik des Bewegungsbades oder die Aufzugsanlage. Auf dem Parkplatz stellte das Deutsche Rote Kreuz mehrere Rettungs- und Gerätewagen aus. „Wir freuen uns, dass wir den Tag der offenen Tür mit unserer Ausstellung begleiten durften“, sagt Harald Rensberg vom DRK. „Auch bei uns war immer etwas los.“

Eingangshalle wurde zur Intensivstation

 

Doch nicht nur vor dem Krankenhaus, auch im Gebäude gab es eine Menge zu sehen. Die Eingangshalle wurde kurzerhand in eine Intensivstation umfunktioniert. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten einen kompletten Intensivarbeitsplatz vor, der die ganze Zeit von den Besuchern umlagert wurde. Gleich nebenan verloste die Ernährungsberatung des Weender Krankenhauses bei einem Quiz kleine Preise, und die Hygienebeauftragte zeigte den Besuchern, wie man sich richtig die Hände desinfiziert. Nur einmal durch einen Notfall unterbrochen werden musste die Präsentation des Computertomographen. Hier konnten Jung und Alt Probe liegen und sich einmal durch das hochmoderne Gerät fahren lassen. Auch die Physio- und Ergotherapeuten versetzen die Besucher in die Lage von Patienten: Fahrten mit Rollstühlen oder das Probieren eines Altersanzuges zogen die Massen an.

 

Für viele ein Highlight war der Einblick in den OP-Bereich. Dazu waren mehrere OP-Säle geöffnet, wo Ärzte und Pflegerinnen ihre Arbeit hautnah präsentierten. Knie- und Schulterspiegelungen konnten die Besucher mit Originalgeräten einmal selbst ausprobieren, die Interessierten in der Endoskopie mussten mit einer Sonde durch ein Darmmodell manövrieren und Gummibärchen „angeln“, was gar nicht so einfach ist, wie die achtjährige Pia aus Krebeck feststellen musste.

 

Eine Fotoausstellung, die das EKW von damals und heute zeigte, rundete das Programm ab. Extra dafür war Ernst-August Weber aus Eschershausen bei Uslar gekommen. Er lag als 12 Jahre alter Junge 1946 im Evangelischen Krankenhaus Rohns, dem Vorgänger des heutigen Weender Krankenhauses. Auf den alten Fotos kamen bei dem heute 77-Jährigen die Erinnerungen von damals wieder hoch. Bei der großen Tombola wurden alle 2500 Lose verkauft. Der Gewinn geht an das Hospiz an der Lutter. Hauptpreise waren wertvolle Elektrogeräte.

 

Gut besucht waren auch die informativen Experten-Vorträge von den Chefärzten aus den unterschiedlichen Fachbereichen. So referierte Prof. Dr. Roland Nau, Chefarzt der Geriatrie, über die Geriatrische Tagesklinik, Prof. Dr. Hans-Werner Gottfried, Chefarzt der Urologie, über das Thema „Warum Männer im Alter mehr müssen müssen“ und Dr. Joachim Dörges, Chefarzt der Unfallchirurgie/Orthopädie, über Fußprobleme und ihre Behandlung. Die Schaufenster-Krankheit war das Thema des Vortrages von Dr. Bernd Schindler, Leitender Oberarzt der Inneren Medizin, und Chefarzt Dr. Burkhard Miericke referierte über die Plastische Chirurgie.

Das EKW ist in den Herzen der Bevölkerung

Das Resümee von der Geschäftsführung: „Unser Tag der offenen Tür war ein Tag, an dem sich das Weender Krankenhaus einmal von einer anderen Seite zeigen konnte. Viele lachende Gesichter von Besuchern und Beschäftigten zeigen, dass das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende mit der darin geleisteten Medizin fröhlich und warmherzig ohne Angst vermittelt werden kann. Wir haben gespürt, dass das EKW im Herzen der Bevölkerung einen festen Platz hat. Die Menschen sind gerne gekommen und sehen das Weender Krankenhaus als IHR Krankenhaus an. Auf der anderen Seite machen wir immer wieder die wunderbare Erfahrung, dass sich die Beschäftigten mit sehr großem Engagement einsetzen. Sie präsentieren nicht zu unrecht mit großer Überzeugung und Stolz IHR Krankenhaus der Öffentlichkeit.“

 

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