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Liebevolle Betreuung einer bettlägrigen Patientin durch einen Pfleger

Geriatrie

Therapiegarten

Alltagstraining für Garten und Straße, das "Erleben, Erfühlen und Erriechen" der Natur: Der Therapiegarten bietet unserem Personal die Möglichkeit, die Patientinnen und Patienten im Freien zu behandeln.

Ein Teil des Therapiegartens sind Elemente einer Gehschule. Es sind Gehwege mit unterschiedlichen Belägen (z. B. Terrassenplatten, Kopfsteinpflaster, usw.) gestaltet worden, auf denen das Gehen mit und ohne Hilfsmittel geschult wird. Verschiedene Schwellen, Steigungen und eine Außentreppe vervollständigen die Nachgestaltung des häuslichen Umfelds. Dort können wir mit den Patienten beispielsweise üben, die häusliche Schwelle zur Terrasse zu überwinden. Das Benutzen von unterschiedlichen Hilfsmitteln (z. B. Gehstützen, Rollator) muss insbesondere in Alltagssituationen bzw. Alltagsumgebungen geschult werden. So nehmen wir unseren Patienten die Angst, zu Hause nicht mehr zurecht zu kommen. Sie erfahren neues Selbstbewusstsein und lernen, ihre Grenzen realistisch einzuschätzen. Ruhe- und Entspannungsbereiche sind so in die Therapiezonen eingebunden, dass sie jederzeit zu erreichen sind.

Ein weiteres Element unseres Therapiegartens ist der "Garten der Sinne". Neben dem Element Wasser, was zum einen über das Plätschern des Brunnens zur Entspannung und Ruhe führt, gibt die Wasserkugel die Möglichkeit, Wasser an einer glatten Steinkugel fließend zu "erfühlen". Eine Sinnesstation ermöglicht über unterschiedliche Schulungstafeln das Training der Feinmotorik und das Erfühlen unterschiedlicher Materialien. Das Hochbeet bietet die Möglichkeit mit Patienten "gärtnerisch" tätig zu werden. Dieses unterstützt die Motivation, das Denken und vor allem auch die Wahrnehmung, Feinmotorik und Kräftigung der Hände bzw. des gesamten Armes. Der Kräutergarten bietet neben der gärtnerischen Therapie auch die Schulung des Geruchssinn und der Hirnleistung.

Stimmungslabilen Patienten kann durch einen Umgebungswechsel, von Patientenzimmer und Therapieräumen nach draußen in den Garten, eine deutlich verbesserte psychische Ausgangssituation zur körperlichen Therapie geboten werden.

Für Patienten, die wieder zu Kräften kommen müssen, bietet ein Gehwegnetz Rundwege unterschiedlicher Länge zum Ausdauertraining. Unsere Patienten haben so die Möglichkeit, ihre Gehstrecke unter Anleitung von Therapeuten oder auch selbständig kontrolliert zu trainieren. Mit dem "Stadtrundgang Göttingen" als kürzeste Gehstrecke wird begonnen, es folgt die "Harzwanderung" und der längste ausgewiesene Rundweg ist die "Weltreise".

Ein herzlicher Dank für die große finanzielle Unterstützung beim Bau des Therapiegartens gilt dem Förderverein des Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende.
 

Blick in den Therapiegarten

 

Gartentherapie am Hochbeet

 

Stufen und Schwellen

 

Gehschule mit unterschiedlichen Bodenbelägen

 

Einen Fernsehbeitrag vom NDR vom 7.  Mai 2009 zum Therapiegartens können Sie sich hier ansehen: