Frühzeitige Vorsorge und Prävention können Leben retten. Besonders starke Raucher und ehemalige Raucher tragen ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Eine moderne Lungenkrebs-Früherkennung mittels strahlenarmer Computertomographie (CT) kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich zu verbessern.
Lungenkrebs-CT-Screening Mitteldeutschland | Institut für Lungenkrebs-Früherkennung
Mehr erfahren
Für die Anmeldung zur Lungenkrebs-Früherkennung benötigen Sie eine ärztliche Überweisung. Diese kann von den folgenden Praxen unseres Netzwerkes ausgestellt werden:
Zur Anmeldung über das Patientenportal
Die CT-Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Für die Untersuchung ist kein Kontrastmittel erforderlich.
Mithilfe eines modernen Computertomographen werden hochauflösende Aufnahmen der Lunge bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung erstellt. So können auch kleinste Auffälligkeiten erkannt werden.
Nach Abschluss der Untersuchung erhalten Sie ihren nächsten Kontrolltermin. Auffällige Befunde werden direkt mit Ihnen besprochen.
Die Auswertung Ihrer CT-Aufnahmen sowie die Erstellung des Befundes erfolgen durch unsere radiologischen Expertinnen und Experten mit spezieller Qualifikation im Bereich des Lungenscreenings.
Ihren Befund erhalten Sie in der Regel innerhalb einer Woche per Post. Sollten keine Auffälligkeiten festgestellt werden, erhalten Sie den Befundbericht direkt nach Hause.
In besonderen Fällen setzen sich unsere ärztlichen Kolleginnen und Kollegen persönlich telefonisch mit Ihnen in Verbindung.
Die Erfahrungen aus bisherigen Studien zeigen, dass bei etwa 80 % der Teilnehmenden keine Auffälligkeiten festgestellt werden.
Unauffälliger Befund - Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Ihren Befund erhalten Sie innerhalb von ein bis zwei Wochen per Post. Eine erneute Teilnahme am Lungen-Check erfolgt nach 12 Monaten.
Kontrollbedürftiger Befund - In einigen Fällen wird eine Kontrolluntersuchung innerhalb der nächsten 3 bis 6 Monate empfohlen. Über das Ergebnis informieren wir Sie persönlich vor Ort oder telefonisch und anschließend schriftlich.
Abklärungs- oder behandlungsbedürftiger Befund - Wenn weitere Untersuchungen notwendig sind, werden Sie zeitnah von einer Ärztin oder einem Arzt unseres Teams persönlich kontaktiert. Die weitere Diagnostik und Behandlung wird in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachabteilungen des Lungentumorzentrums der Universität Göttingen organisiert. Alle weiteren Schritte werden kurzfristig festgelegt und kommuniziert.
Wir begleiten Sie auf jedem Schritt des weiteren Weges.
Gesetzlich versicherte Risikopatienten können die Lungenkrebs-Vorsorge kostenfrei in Anspruch nehmen.
Auch privat Versicherte haben grundsätzlich die Möglichkeit zur Teilnahme und sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Krankenversicherung abstimmen.
Unser Ziel ist es, bestehende Kooperationen weiter auszubauen und neue Partnerschaften zu schaffen. Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme:
Als erfahrenes radiologisches Netzwerk unterstützen wir Sie bei fachlichen Fragestellungen, Kooperationen und der Einholung qualifizierter Zweitmeinungen. Unsere spezialisierten Radiologinnen und Radiologen verfügen über umfassende diagnostische Expertise und arbeiten mit modernsten Untersuchungs- und Auswertungsverfahren nach aktuellen medizinischen Standards.
Dank unserer langjährigen klinischen und wissenschaftlichen Erfahrung bieten wir eine zuverlässige Grundlage für fundierte Befundbewertungen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Gemäß der Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung (LuKrFrühErkV) ist für die Überweisung zum Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-Computertomographie der Nachweis einer entsprechenden Qualifikation erforderlich.
Voraussetzung sind eine fachärztliche Qualifikation (Allgemeinmedizin, Innere Medizin bzw. Pneumologie mit Innerer Medizin, Arbeitsmedizin) sowie eine anerkannte Fortbildung im Bereich der Lungenkrebsfrüherkennung. Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung der zuweisenden Praxis, die Eignung der Patientin oder des Patienten für das Screening zu prüfen und über Nutzen, Risiken sowie mögliche Folgen der Untersuchung aufzuklären.
FAQ
Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern die zweithäufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Etwa 57.000 Menschen erkranken pro Jahr neu. Früh erkannt lässt sich Lungenkrebs am besten behandeln. Beschwerden treten jedoch oft erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Hier stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, auch Menschen, die keine Symptome haben, auf eine mögliche Erkrankung zu testen. Sinnvoll sind solche Früherkennungsuntersuchungen nur für Menschen, die ein hohes Risiko für Lungenkrebs haben. Dies sind etwa starke Raucher in höherem Lebensalter. Bei der Risikoeinschätzung und der Personenauswahl zum CT Lungenkrebs Screening spielen deshalb der Zigarettenkonsum pro Tag und die Jahre, die man raucht eine Rolle, bei ehemaligen Rauchern die Zeit seit der Rauchentwöhnung. Folgende Methoden sind in Deutschland als Screening-Methode nicht zugelassen:
Methoden zur Analyse der Ausatemluft sind noch Gegenstand der Forschung.
Wissenswertes zur Untersuchung
Die Früherkennung von Lungenkrebs mittels strahlenarmer Computertomographie (Niedrigdosis-CT) ist für eine bestimmte Risikogruppe zulässig. Bei der Niedrigdosis-CT werden mithilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körpers erstellt. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Auf den Schnittbildern suchen die Ärzte nach krebsverdächtigen Veränderungen in der Lunge. Die Strahlenbelastung ist im Vergleich zur normalen Computertomographie geringer: Sie beträgt nur etwa das zweifache der Dosis.
Nutzen- und Risiko-Abwägung
In Deutschland empfehlen Fachgesellschaften die Niedrigdosis-CT nicht als flächendeckende Reihenuntersuchung für alle Menschen, um Lungenkrebs früh zu erkennen. Grund hierfür ist, dass ein solches Screening auch Nachteile und Risiken haben kann:
Haben Sie im Moment zwar keine Beschwerden, aber ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko, beispielsweise als starker Raucher? Dann können Sie sich an unser spezialisiertes Zentrum in der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Evangelischen Krankenhauses wenden. Dort arbeiten Experten mit langer Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Lungenkrebs. Wir können Ihre Fragen individuell beantworten und Sie über möglichen Nutzen und Risiken aufklären. Tel.: 0551-5034-6082. Wägen Sie auch selbst Vor- und Nachteile der Lungenkrebs-Früherkennung gegeneinander ab. Eine komprimierte Übersicht bietet Ihnen der unten stehende Kasten.
Früherkennung von Lungenkrebs kann die Erkrankung nicht verhindern. Wichtigste Maßnahme, um das Risiko für Lungenkrebs zu senken, ist, nicht mehr zu rauchen. Generell gilt: Achten Sie selbst auf verdächtige Symptome. Fällt Ihnen etwas auf, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Allgemeine Informationen finden Sie im Informationsblatt „Krebsfrüherkennung“ (Informationsblatt: Krebsfrüherkennung (krebsinformationsdienst.de).
Bessere Behandlungsmöglichkeiten: Durch eine strahlenarme Computertomographie (Niedrigdosis-CT) kann Lungenkrebs mit hoher Sicherheit erkannt werden, bevor Krankheitszeichen auftreten. In frühen Krankheitsstadien stehen mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Ist der Tumor noch klein, kann er zum Beispiel operativ entfernt werden mit möglicherweise exzellenter Prognose.
Bessere Überlebenschance: Je früher Lungenkrebs entdeckt wird, desto erfolgreicher ist die Behandlung. Auch die durchschnittliche Sterblichkeit der Erkrankung wird deutlich reduziert, die Lebensqualität dieser Patienten wird verbessert.
Überdiagnose und Übertherapie: Es werden Tumoren gefunden, die ohne Früherkennungsuntersuchung nicht auffällig geworden wären und auch das Leben nicht verkürzt hätten. Diese würden möglicherweise unnötig behandelt (Übertherapie). „Falscher Alarm“ führt zu weiteren Untersuchungen. Mit der Niedrigdosis-CT findet man zahlreiche verdächtige Veränderungen, die letztendlich doch kein Lungenkrebs sind (falsch positiv). Um sicher zu gehen, werden möglicherweise weitere eingreifende und belastende Untersuchungen nötig.
Strahlenbelastung: Wie groß das Risiko ist, durch die Röntgenstrahlung eines Niedrigdosis-CT-Screenings Krebs auszulösen, kann abgeschätzt werden. Dieses Risiko ist bei der Niedrig-Dosis CT innerhalb des Screening extrem niedrig. Sekundäre Krebserkrankungen würden erst nach vielen Jahren auftreten.
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-WeendeAn der Lutter 2437075 Göttingen
Institut für Lungenkrebs-FrüherkennungFür die Anmeldung zur Lungenkrebs-Früherkennung benötigen Sie eine ärztliche Überweisung. Diese kann unter anderem von den folgenden Praxen ausgestellt werden: Zum Download
Unsere Schwerpunktbildungen erlauben eine hochspezifische individualisierte Diagnostik und Therapie für unsere Patienten.