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Presseinformationen

25.08.2017

Patientin feiert 100. Geburtstag im Weender Krankenhaus

Operation war nicht aufschiebbar. Stationspersonal sang Ständchen und überreichte Blumen. Rezept für´s Altwerden: Milch, Zwiebeln und Knoblauch

Geistig fit: Gerda Tylle musste ihren 100. Geburtstag im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende verbringen.

Ihren 100. Geburtstag musste Gerda Tylle aus Göttingen-Geismar im Weender Krankenhaus verbringen. Einen Tag zuvor wurde die betagte Patientin operiert. "Die Operation war leider nicht aufschiebbar", sagt Dr. Claudia Choi-Jacobshagen, Chefärztin der Abteilung Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Pünktlich zu ihrem Geburtstag am Freitag, 25. August, wurde Gerda Tylle wieder auf Nrmalstation verlegt. Hier empfing sie das Team der Station 1.2, Ärzte und Klinikpastor Matthias Opitz mit einem kleinen Geburtstagsständchen und einem großen Blumenstrauß. Ihr Sohn, die Schwiegertochter und der Enkelsohn brachten den Geburtstagskuchen mit - ausnahmsweise mit echter Kerze.

Geboren wurde Tylle am 25. August 1917 in Breslau. Ihren Mann hat sie 1939 geheiratet, doch bereits 1942 fiel er im Krieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie im Lager Friedland als Dolmetscherin, heute wohnt sie im Haus der Kinder in Geismar. Noch bis zu ihrem 95. Lebensjahr sei sie Auto gefahren, erzählt ihr Sohn. Und geraucht habe sie bis zum Alter von 80.

Auf die Frage nach dem Rezept für das hohe Alter verrät Gerda Tylle, dass sie jeden Morgen Milch getrunken und oft Quark gegessen habe. "Zwiebeln und Knoblauch als Beilage zum Essen durften nie fehlen, auch eine ganze Tafel Schokolade am Abend habe sie oft genossen.

Die schriftlichen Glückwünsche vom Bundespräsidenten, vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten und Göttinger Oberbürgermeister wurden ihr von ihren Angehörigen vorgelesen.