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Presseinformationen

30.09.2021

Zukunft der stationären urologischen Krankenhausversorgung in Göttingen

Ab Januar 2022 wird die stationäre urologische Krankenhausversorgung in Göttingen mit der Gründung eines überregionalen urologischen Zentrums neu aufgestellt. Partner sind die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW). Das Nds. Ministerium für Wissenschaft u. Kultur hat seine Zustimmung für das Kooperationsmodell erteilt.

Nach der Vertragsunterzeichnung zur Kooperation der stationären urologischen Krankenhausversorgung in Göttingen (v.l.): Frank Czeczelski (Kfm. Geschäftsführer EKW), Prof. Dr. Lorenz Trümper (Vorstand Krankenversorgung UMG), Prof. Dr. Michael Karaus (Med. Geschäftsführer EKW), Prof. Dr. Lutz Trojan (Direktor der Klinik für Urologie der UMG) und Prof. Dr. Hans-Werner Gottfried (Chefarzt Urologie EKW)

In Südniedersachsen sind die beiden urologischen Einrichtungen von UMG und EKW die größten Anbieter auf dem Gebiet der stationären Urologie. Beide Einrichtungen blicken auf eine lange Tradition zurück und sind in der Region bei Zuweisern und Patienten fest etabliert. Die UMG-Urologie ist als Anbieter der robotergestützten urologischen Eingriffe (Da Vinci) gerade auf dem Gebiet der Prostatakarzinomtherapie nicht nur regional, sondern auch überregional als führendes Zentrum etabliert. Das EKW hat sich im Bereich der Steintherapie und der transurethralen Eingriffe insbesondere bei der gutartigen Prostatavergrößerung und Blasentumoren einen Namen gemacht. Die Urologie ist als Fachgebiet aufgrund des demografischen Wandels ein weiter wachsendes Feld mit hohem Anteil stationärer Leistungen.

Durch das Erreichen der Altersgrenze von EKW-Urologie-Chefarzt Prof. Dr. Hans-Werner Gottfried im kommenden Jahr hat sich das Modell der gemeinsamen Leitung beider urologischer Einrichtungen (UMG und EKW) durch Prof. Dr. Lutz Trojan, Direktor der Klinik für Urologie der UMG, angeboten, um ein gemeinsames Wachstum ohne gegenseitige Konkurrenz zu ermöglichen. Die bestmögliche Versorgung der Patienten steht im Mittelpunkt der ‚Urologie Göttingen‘. „Heute haben wir den Kooperationsvertrag unterschrieben“, sagt Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des EKW. „Die Professoren Trojan und Gottfried haben einen gemeinsamen Übergang besprochen, der auch den sukzessiven Übergang der Ambulanz einschließt.“

Ziel der Kooperation in einer gemeinsamen ‚Urologie Göttingen‘ ist es, mit den weiterhin wirtschaftlich eigenständigen Standorten die lokale, regionale und überregionale urologische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau und nach jeweils aktuellem medizinischem Standard sicherzustellen. Auf diesem Weg wird das gesamte stationäre und ambulante Behandlungsspektrum der Urologie durch beide Häuser vollumfänglich abgedeckt.

Die Übergangsphase der beiden Professoren als Tandem beginnt ab Januar 2022: Professor Trojan wird die Gesamtleitung der beiden urologischen Einrichtungen der UMG und dem EKW übernehmen, Professor Gottfried als sein Vertreter für die Versorgung am Standort des Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende noch mitverantwortlich tätig bleiben.

„Das neue gemeinsame Zentrum ‚Urologie Göttingen‘ wird ein prestigereiches Renommee als einer der großen Komplettanbieter auf dem Gebiet der Urologie in Deutschland bekommen und stellt damit sowohl für die UMG als auch das EKW einen Vorteil dar“, sagt Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG. Das derzeitige Behandlungsspektrum der Urologie an beiden Häusern bleibt dabei erhalten. Die Schwerpunkte an den beiden Standorten werden sich jedoch unterscheiden. „Während die UMG sich auf die Robotik und die komplexe Tumorchirurgie konzentriert, liegen die Schwerpunkte in Weende bei der Steintherapie, der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung sowie der Urogynäkologie“, sagt Prof. Dr. Lutz Trojan. Die Notfallversorgungsstrukturen bleiben an beiden Standorten durch einen 24/7-Präsenzdienst erhalten.

„Die Versorgung ambulanter urologischer Patienten wird an beiden Standorten weiter vorgehalten, wobei der Schwerpunkt hier in den langfristig entwickelten Weender MVZ-Strukturen liegt“, sagt Prof. Dr. Hans-Werner Gottfried. Für die ambulante Chemotherapie urologischer Patienten wird ebenfalls eine gemeinsame Versorgungsstruktur entwickelt. Auch das Personal bleibt an beiden Einrichtungen erhalten. Darüber hinaus können die ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch zukünftig über beide Standorte auf Wunsch rotieren.

Freuen sich über die zukünftige Kooperation: Prof. Dr. Lutz Trojan (Direktor der Klinik für Urologie der UMG, links) und Prof. Dr. Hans-Werner Gottfried (Chefarzt Urologie EKW)