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Presseinformationen

16.06.2017

Landesbischof Ralf Meister weiht neue Kapelle am Krankenhaus Neu-Mariahilf ein

Fenster haben besondere Bedeutung, 360.000 Euro Gesamtkosten, davon 100.000 Euro Spendengelder.

Weihte die neue Kapelle am Standort Neu-Mariahilf des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende ein: Landesbischof Ralf Meister

Mit einem Gottesdienst wurde die neu gebaute Kapelle am Standort Neu-Mariahilf des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende heute offiziell eingeweiht. Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, hielt die Predigt und nahm die Einweihungshandlung vor.

Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf 360.000 Euro, wovon 100.000 Euro aus Spenden und Fördermitteln kamen, unter anderem vom Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Klosterkammer Hannover, der Litfin-Stiftung, der ROME-Stiftung und der Sparkasse Göttingen.

"Es ist für mich persönlich etwas Außergewöhnliches, wenn ich heutzutage eine Kapelle einweihen kann", sagt Landesbischoff Ralf Meister. "Die Raumgestaltung ist schlicht, aber dennoch stark. Die Fenster haben eine ganz klare Botschaft und zeigen die ökumenische Dimension." Damit meint er die rahmenlosen bodentiefen Motiv-Fenster von Hartmut Berlinicke, in die die Fenster der alten, ehemals katholischen Kapelle, integriert sind. So wird die Tradition des Gebetsraumes seit der Gründung des christlichen Krankenhauses im 19. Jahrhundert vergegenwärtigt.

Unter der Bauleitung von Herbert Schmidt, Leiter Betriebstechnische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende und Henry Schwalb, Architekt im Weender Krankenhaus, entstand die neue Kapelle innerhalb eines Jahres. Sie wächst mit einem Halbrund aus der Fassade heraus und verfügt über dreißig Sitzplätze. Am Bau waren größtenteils Firmen aus der Region beteiligt. Die künstlerische Projektleitung hatte Birgit Hecke-Behrends, Kirchenpädagogin und Klinikseelsorgerin in Neu-Mariahilf. Die Einrichtung des lichten Raumes ist aus teilweise jahrhundertealten Eichenbalken von dem Holzbildhauer Walter Green geschaffen, die früher andere Häuser getragen haben. In der Eingangstür findet sich eine Kalligraphie von Joachim Propfe mit Fragmenten aus dem 23. Psalm.

"Mit der neuen Kapelle", sagt Heinz Behrends, Superintendent i.R. und Aufsichtsratsvorsitzender des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, "geben wir uns als christliches Krankenhaus zu erkennen. Ein Raum für Gebet, Meditation, Kultur und Stille, für Patienten, Besucher und die Öffentlichkeit."

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende befinde sich damit in einer Art Gegenbewegung, denn "überall werden Kirchen entwidmet und abgerissen, doch wir errichten einen Kapellenneubau - vielleicht sogar als derzeit einzige Institution in Deutschland. Das ist sensationell", so Behrends.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Lucile Chaubard am Cello und Anne-Céline Barrère am Flügel. Die beiden Musikerinnen haben eine klanglich perfekte Vorstellung der komplexen Werke gegeben. Die Kapelle gehört akustisch zu den besten Tonräumen in Göttingen und wird auch zukünftig regelmäßig für Konzertveranstaltungen genutzt werden.

Freuen sich über die neue Kapelle (v. l.): Prof. Dr. Michael Karaus und Frank Czeczelski (Geschäftsführung EKW), Landesbischof Ralf Meister, Birgit Hecke-Behrends (Projektleiterin Neubau Kapelle und Klinikseelsorgerin NMH), Superintendent i.R. Heinz Behrends (Aufsichtsratsvorsitzender EKW)
Neubau der Kapelle am Standort Neu-Mariahilf des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende
Der Altar in der neuen Kapelle wurde von Holzbildhauer Walter Green aus bis zu 500 Jahre altem Eichenholz geschaffen.