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Heimbeatmung

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Behandlung von Patienten mit chronischer Atemmuskelerschöpfung. Erkrankungen, die eine solche Atemmuskelerschöpfung auslösen, können sein:

  • schwerstes Lungenemphysem
  • massives Übergewicht
  • schwere Wirbelsäulenverkrümmungen und Brustkorberkrankungen
  • fortgeschrittene Nerven- und Muskelerkrankungen
  • langwierige und komplikationsreiche Behandlungen auf der Intensivstation


Nicht selten liegen mehrere Ursachen der Atemmuskelerschöpfung zugrunde, oder es besteht zusätzlich eine Schlaf-Atemstörung beziehungsweise eine Herzschwäche. Gemeinsam ist allen Erkrankungen, dass nach Ausschöpfung aller medikamentösen und krankengymnastischen Maßnahmen eine zeitweise Entlastung der Atemmuskulatur unumgänglich ist. 

Nach einer sorgfältigen Diagnosestellung ist unser Ziel, die Patienten auf eine Heimbeatmung mittels eines Beatmungsgerätes und einer Beatmungsmaske einzustellen. Diese soll den Patienten eine größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit erhalten und eine Verbesserung ihrer Lebensqualität ermöglichen.

Heute verfügbare Beatmungsgeräte sind klein, leise und handlich. Ihre Bedienung ist einfach und kann, ebenso wie die Handhabung der Beatmungsmaske, rasch vom Patienten und seinen Angehörigen erlernt werden.

Therapiekontrollen erfolgen in regelmäßigen Abständen von einem halben bis einem Jahr, wobei eine stationäre Kontrolle erforderlich ist, um die Therapiegüte im Schlaf zu überprüfen. 

Nur wenn eine Maskenbeatmung nicht möglich ist, kommt eine Beatmung über einen Luftröhrenschnitt in Betracht. Entscheidet sich der Patient für diesen Schritt, so kann die Therapie in unserer Abteilung ebenso eingeleitet und kontrolliert werden.

Die Sicherstellung der häuslichen Versorgung erfolgt in Kooperation mit namhaften Dienstleistungsunternehmen der Heimbeatmung. Sie überprüfen die Erstaufstellung des erforderlichen Geräts zu Hause, nehmen eine Einweisung vor (bei Bedarf auch eine Einweisung der Angehörigen) und sie sind bei Geräteproblemen auch über eine Notfallnummer erreichbar.

Hier können Sie unsere aktuelle Heimbeatmungsbroschüre herunterladen.

 
In der Zeitschrift AirMediPlus
gibt es in der Ausgabe 2/2013
einen ausführlichen Bericht über die Lungenklinik in Lenglern.