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Invasive Beatmung

Diese auf der Intensivstation durchgeführte Beatmungsform erfolgt kurzfristig über einen durch den Mund in die Luftröhre eingeführten Kunststoffschlauch (Tubus, Intubation). Langfristig wird meist ein Luftröhrenschnitt erforderlich, wenn sich eine Entwöhnung von der Beatmung (Weaning) nicht absehen lässt.

Die Abteilung für Beatmungsmedizin bemüht sich, durch Einsatz nicht-invasiver Beatmungstechniken, Patienten von dieser Beatmungsform zu entwöhnen. In Ausnahmefällen (z. B. 24-Stunden-Beatmung, schwere Schluckstörung, Koma, anhaltende Verwirrtheit und Unkooperativität) kann eine invasive Beatmungsnotwendigkeit fortbestehen. Dies schränkt die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung des Patienten jedoch deutlich stärker ein. Insbesondere ist die Sprache und das Schluckvermögen häufig deutlich stärker beeinträchtigt, und es besteht eine größere Infektgefährdung. Eine häusliche Pflege dieser Patienten ist oft nur unter hohem familiären Engagement und mit einer 24-stündigen häuslichen Pflege möglich. Auch eine Heimunterbringung ist nur in dafür spezialisierten Pflegeheimen möglich, so dass dies den Angehörigen oft weite Wege abverlangt. Aus diesen Gründen sollte die Möglichkeit einer Beatmungs-Entwöhnung immer kritisch diskutiert werden, in Zweifelsfällen kann eine Kontaktaufnahme mit unserer Abteilung sinnvoll sein.