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Diagnostische Punktion / Entlastungspunktion / Thoraxdrainage

Thoraxdrainage
Thoraxdrainage

Ein Rippenfellerguss (Pleuraerguss) kann auf der Basis vielfältiger Erkrankungen entstehen. Typische Ursachen sind z. B. eine Rippenfellentzündung, eine Herzschwäche, ein tumorbedingter (maligner) Erguss, eine Einblutung nach einem Unfall oder eine Tuberkulose. Zur Abklärung der Ursache ist manchmal bereits eine diagnostische Punktion weniger Milliliter Ergussflüssigkeit ausreichend. Diese kann bei ausreichender Blutgerinnung ohne größere Vorbereitung und mit geringen Risiken ultraschall-gezielt vorgenommen werden.

Soll der Erguss einmalig entlastet werden, weil der Patient unter Luftnot leidet und die Therapie erst mit Verzögerung greifen wird, so kann unter lokaler Betäubung und Vorschieben einer etwas dickeren Kunststoffkanüle bis zu 1 Liter Erguss pro Punktion entlastet werden. Auch diese sogenannte Entlastungspunktion ist für den Patienten meist wenig belastend und führt zu einer raschen Besserung der Symptome.

Soll ein Erguss über mehrere Tage entlastet werden oder muss eine kollabierte Lunge (z. B. bei geplatztem Lungenbläschen (Pneumothorax) oder nach einer Thorakoskopie bzw. Brustkorboperation) wieder entfaltet werden, so kommt die sogenannte Thoraxdrainage zur Anwendung. Diese ist mit einer Flasche mit einem Wasserschloss oder seltener einer Saugpumpe verbunden und kann einige Tage liegen bleiben. Der Patient bleibt mit einer solchen Drainage mobil.