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Rotatorenmanschettenrupturen

Zur Rotatorenmanschette gehören vier Muskeln, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen und dort mit ihren Sehnen ansetzen. Sie stabilisiert die Schulter und bewegt den Arm zur Seite und nach oben, dreht ihn nach außen und nach innen. Durch zunehmenden Verschleiß oder durch ein Unfallereignis kommt es zu einem Sehnenriss. Die Häufigkeit der Rotatorenmanschettenrisse steigt mit zunehmendem Alter.

Therapie: Zunächst werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt und Spritzen unter das Schulterdach gegeben, Krankengymnastik ist hilfreich. Erst bei Versagen dieser Therapie führen wir spätestens nach 3 - 4 Monaten eine Operation durch.

links: intakte Rotatorenmanschette,<br>rechts: gerissene Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschette

Um das Ausmaß des Sehnenschadens festzustellen, führen wir zunächst eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durch. Die gerissenen Sehnen können wir mit sogenannten Fadenankern am Knochen befestigen. Dies können wir abhängig vom Ausmaß und der Lokalisation des Defektes arthroskopisch (durch ein "Schlüsselloch") oder offen (über einen 2-3 cm langen Schnitt) durchführen. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Über einen kurz vor der Operation gelegten Schmerzkatheter können wir effektiv die Wundschmerzen deutlich reduzieren.

Nachbehandlung: Direkt nach der Operation wird ein Verband angelegt, mit dem das operierte Schultergelenk für 3 bis 5 Wochen ruhig gestellt wird. Über den Schmerzkatheter können in den ersten Tagen nach der Operation Wundschmerzen minimiert werden. Während des stationären Aufenthaltes wird mit Krankengymnastik begonnen. Der Krankenhausaufenthalt dauert ungefähr 5 Tage. Danach schließt sich eine Reha-Maßnahme an. Ab der fünften Woche nach der Operation wird die Schulter für den gesamten Bewegungsumfang frei gegeben.