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Faserringverschluss

Der Faserringverschluss (Anulus-Prothese) dient dem Verschluss des eingerissenen Faserringes (Anulus fibrosus) nach dem operativen Entfernen eines Bandscheibenvorfalles.

Die Bandscheibe besteht aus zwei unterschiedlichen Einheiten, dem äußerern Faserring (Anulus fibrosus) und dem inneren, wasserreichen Gallertkern (Nucleus pulposus). Reißt der Faserring ein und drückt sich der Gallertkern heraus in den Wirbelkanal (Spinalkanal), so spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Sollte dieser operativ entfernt werden müssen, kann dabei zusätzlich diese neuartige Prothese eingesetzt werden. Dabei wird nach dem Resezieren des herausgeplatzten Bandscheibengewebes (Sequestektomie; von Sequester= ausgetretene Gewebe, ektomie= Entfernung) der Riss im Faserring durch ein Teflonnetz verschlossen.

Ziel dieser Anulus-Prothese ist es, ein erneutes Austreten des Gallertkernes aus dem Riss des Faserringes zu verhindern. Nach normalen Operationen an der Bandscheibe kann - je nach Technik - ein erneuter Vorfall durch Herausquellen des Gallertkerngewebes mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 10 Prozent auftreten. Die Anulus-Prothese verringert diese auf unter 1  Prozent. Die Implantation der Prothese (Barricaid©) verzögert die Operationsdauer dabei kaum. Auch spürt der Patient das Implantat nach der Operation nicht. 

 

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