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Entlassmanagement

Mit unserem Entlassmanagement wollen wir sicherstellen, dass für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt des Patienten bei uns seine weitere Versorgung organisiert und ein nahtloser Übergang gewährleistet ist.

Dies wurde 2015 mit der Verabschiedung des Versorgungsstärkungsgesetzes auch gesetzlich geregelt und durch Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband in einem Rahmenvertrag über das Entlassmanagement festgelegt.

Zentrale Ziele des Gesetzes sind die Sicherung der bedarfsgerechten, kontinuierlichen Versorgung im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung durch eine patientenindividuelle, ressourcen- und teilhabeorientierte Unterstützung.

Für die Patienten ist in Bezug auf das Entlassmanagement entscheidend, dass der voraussichtliche Bedarf für die nach Krankenhausbehandlung erforderliche Anschlussversorgung anhand schriftlicher Standards durch ein multidisziplinäres Team im Krankenhaus festgestellt wird, die notwendigen Anschlussmaßnahmen frühzeitig eingeleitet und der weiterbehandelnde Arzt bzw. die weiterversorgende Einrichtung rechtzeitig informiert werden. Zum 01. Oktober 2017 trat der Rahmenvertrag Entlassmanagement in Kraft.

Das Entlassmanagement im EKW

Das Entlassmanagement im EKW ist exakt nach diesen Kriterien organisiert – in teamorientierter multiprofessioneller Zusammenarbeit mit übergreifenden Standards und Prozessabläufen. Alle bei uns am Entlassmanagement beteiligten Personen haben Einblick in Dokumentation und Entlassplan, so dass ein nahtloser Übergang in die Anschlussversorgung jederzeit sichergestellt werden kann.

Zu Beginn der Behandlung werden unsere Patienten bei der Aufnahme über Inhalte und Ziele unseres Entlassmanagements informiert und um schriftliche Einwilligung für das Entlassmanagement gefragt. Das EKW nutzt dafür die bundeseinheitlichen Informations- und Einwilligungsformulare:

 

Im Aufnahmegespräch auf der Station erfassen wir nach festgelegten Standards die bisherige Versorgungssituation des Patienten und leiten bei Bedarf ein individuell angepasstes Entlassmanagement ein. In der Regel wird der Sozialdienst und/oder die Pflege-Überleitung, ggf. aber auch die Ernährungsschwester, das Wundmanagement oder die Stoma-Therapeuten hinzugezogen. Die betreffenden Mitarbeiter besprechen mit dem Patienten und seinen Angehörigen die notwendigen, aber auch möglichen Schritte. Das EKW nimmt bei Bedarf, und wenn der Patient zuvor für die Organisation der Anschlussversorgung eingewilligt hat, Kontakt zu den Weiterversorgern, die Leistungen für die Versicherten der Krankenkassen erbringen (z.B. Ärzte, Physio- und Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, häusliche Krankenpflege, Krankentransportunternehmen) sowie zu Kranken- und Pflegekasse auf.

Am Ende der Krankenhausbehandlung erhält der Patient einen vorläufigen Arztbrief. Dieser enthält die erforderlichen Informationen zur Weiterversorgung.

Wenn erforderlich, stellt das EKW am Entlasstag Verordnungen (z.B. für Arzneimittel) und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus. Auf die rechtzeitige Inanspruchnahme der Verordnungen (in der Regel innerhalb von maximal drei Werktagen inklusive Samstag) ist seitens des Patienten zu achten.

Der Arztbrief enthält auch eine Telefonnummer, unter der ein Ansprechpartner für spätere Rückfragen erreichbar ist.

 

Aufgaben Zuständigkeiten
Information und Einwilligung des Patienten Aufnahmebüro des EKW (bei Notfällen durch Pflegekräfte auf den Stationen)
Standardisierte und individuelle Erhebung des nachstationären Versorgungsbedarfs Pflegekräfte bzw. Sozialdienstmitarbeiter
Organisation der Weiterversorgung alle Berufsgruppen (v.a. Sozialdienstmitarbeiter)
Arztbrief, Verordnungen und Arbeitsunfähig-keitsbescheinigungen Ärzte