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Ethische Fallbesprechungen

Kann das Klinische Ethikkomitee (KEK) helfen?

Wann berufe ich das KEK ein?
In einem ethischen Konfliktfall. D. h., wenn im erweiterten Behandlungsteam aus Ärzten, Pflegenden, Therapeuten, Angehörigen und dem Patienten selbst bzw. dem mit seiner rechtlichen Vertretung Betrauten Uneinigkeit über den Weg besteht, wie man am ehesten zum Wohl des Patienten handelt. Freiwillig, angstfrei, in der Suche nach Unterstützung.

Wer beruft das KEK ein?
Jeder aus dem oben genannten Behandlungsteam, alle mit dem Fall betrauten Personen und auch der Patient selbst oder seine Angehörigen.

Wen rufe ich an?
Eines der Mitglieder des KEK von der ausliegenden Telefonliste auf Station oder per E-Mail an kek@remove-this.ekweende.de mit dem Antrag auf ethische Beratung. Der beschriebene, anonymisierte Fall wird dann an den Vorstand des KEK weitergeleitet. Dieser klärt mit dem Antragsteller, wer an der Beratung teilnehmen soll und wer darüber zu informieren ist.

Wann kann man mit Hilfe rechnen?
Wir streben die Einberufung eines dreiköpfigen Beratungsteams innerhalb von 24 Stunden an. Garantieren können wir aber lediglich eine Sitzung nach 2 bis 3 Tagen.

Bestimmt das Komitee, was zu tun ist?
Nein! Die Beratung entbindet die verantwortlich Handelnden nicht von ihrer individuellen Entscheidungspflicht und der damit zu übernehmenden Verantwortung. Im Idealfall ist eine Entscheidung nach einer Beratung durch das KEK klarer und damit leichter zu treffen. Die Mitglieder des KEK sind zur Verschwiegenheit über die Beratungen, die Umstände des Falls und die als vertraulich zu bezeichnenden Unterlagen verpflichtet.

Wird man für falsche Maßnahmen gerügt?
Nein! Wir möchten beraten und nicht be- oder verurteilen! Wir verstehen uns als Werkzeug, das benutzt werden darf, um einen Fall aus einer erweiterten Perspektive wie durch eine andere Brille zu betrachten und ihn so fundierter zu beurteilen.