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Schulterluxation (Ausrenkung)

Das Ausrenken der Schulter (Luxation) tritt häufig bei jungen Menschen im Rahmen eines Unfalls auf. Gelegentlich springen Schultern aber auch ohne Unfall heraus. Meist ist die Luxationsrichtung nach vorne unten. Die Therapie wird individuell festgelegt und richtet sich nach Art der Luxation (habituell, traumatisch), Alter des Verletzten und nach den Begleitverletzungen (bei jüngeren Patienten überwiegt ein Labrum/Kapselriß, bei älteren Patienten überwiegen die Sehnenverletzungen). Insbesondere junge Betroffene sind gefährdet, dass die Schultern bei Bagatellbewegungen wieder auskugeln. Hier sollte eine operative Stabilisation der Schulter erfolgen.

Therapie: Zunächst wird eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt, um das Ausmaß des Schadens festzustellen. Die abgerissene Gelenklippe (Labrum) können wir meist arthroskopisch (Schlüssellochtechnik) wieder an der Gelenkpfanne mit selbst auflösenden Fadenankern befestigen. Seltener muss ein zusätzlicher Schaden des Kapsel-Band-Apparates durch eine offene Operation über einen ca. 5 cm langen Hautschnitt rekonstruiert werden. Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose. Zusätzlich wird ein regionaler Schmerzkatheter gelegt.

Nachbehandlung: Nach der Operation tragen die Patienten eine Schlinge (Gilchristverband) für 4-5 Wochen. Während dieser Zeit wird die Schulter physiotherapeutisch behandelt. Nach Abnahme des Verbandes folgt meist eine Reha-Maßnahme, die nach Wunsch stationär oder ambulant durchgeführt werden kann. Hier werden insbesondere Oberarmkopfzentrierende Übungen durchgeführt.