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Frakturen des Oberarmkopfes

Die Oberarmkopffraktur ist eine häufige Fraktur bei älteren Menschen (über 70 Jahre).

Therapie:
Konservativ: In den meisten Fällen kann mit einer konservativen Behandlung eine Heilung erzielt werden. Dabei stellen wir den Arm für 1-3 Wochen mit einem Gilchristverband ruhig. Unter regelmäßigen Röntgenkontrollen können wir die Beweglichkeit im Schultergelenk schmerzadaptiert schrittweise freigeben. Wir veranlassen häufig zur genauen Einschätzung der Fraktur eine Computertomographie (CT). Diese erlaubt uns für jede Fraktur die passende Versorgung zu planen.

Operativ: Bei manchen Frakturformen ist eine operative Versorgung unumgänglich. Hier stehen verschiedene Osteosyntheseverfahren zur Verfügung: winkelstabile Platten, Verriegelungsnägel, Schrauben. Die Implantation eines Kunstgelenkes (Frakturprothese) bleibt den Fällen vorbehalten, bei denen eine Rekonstruktion und damit ein Erhalt des Oberarmkopfes nicht mehr gewährleistet ist. Ähnliches gilt für Knochenbrüche von Schlüsselbein, Schulterblatt oder Ellenbogengelenk.

Nachbehandlung:
Je nach Operation ist eine Ruhigstellung unterschiedlicher Dauer erforderlich. Über den Schmerzkatheter können in den ersten Tagen nach der Operation Wundschmerzen minimiert werden. Schon während des stationären Aufenthaltes wird mit Krankengymnastik begonnen.