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Rotatorenmanschettenrupturen

Zur Rotatorenmanschette gehören vier Muskeln, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen und dort mit ihren Sehnen ansetzen. Sie stabilisiert die Schulter und bewegt den Arm zur Seite und nach oben, dreht ihn nach außen und nach innen. Durch zunehmenden Verschleiß oder durch ein Unfallereignis kommt es zu einem Sehnenriss. Die Häufigkeit der Rotatorenmanschettenrisse steigt mit zunehmendem Alter.

Die körperliche Untersuchung ist entscheidend bei einer Verletzung der Rotatorenmanschette. Weiterhin kann eine Sonographie des Schultergelenks weitere Hinweise geben. Zur Sicherung der Diagnose ist eine Magnetresonanztomographie, ggf. eine Computertomographie mit Kontrastmittel erforderlich.

Therapie:
Konservativ: Bei kleinen, inkompletten Einrissen kann eine konservative Therapie erfolgen. Es werden entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente eingesetzt, Krankengymnastik ist häufig hilfreich.

Operativ: Um das genaue Ausmaß des Sehnenschadens festzustellen, führen wir zunächst eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durch. Die gerissenen Sehnen können wir mit sogenannten Fadenankern am Knochen befestigen. Dies können wir abhängig vom Ausmaß und der Lokalisation des Defektes arthroskopisch (durch ein "Schlüsselloch") oder offen (über einen 2-3 cm langen Schnitt) durchführen. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt.

links: intakte Rotatorenmanschette, rechts: gerissene Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschette

Nachbehandlung:
Direkt nach der Operation wird ein Verband angelegt, mit dem das operierte Schultergelenk für 5 Wochen ruhiggestellt wird. Danach schließt sich eine Reha-Maßnahme an. Über den Schmerzkatheter können in den ersten Tagen nach der Operation Wundschmerzen minimiert werden. Schon während des stationären Aufenthaltes wird mit Krankengymnastik begonnen. Der Krankenhausaufenthalt dauert ungefähr 2-3 Tage.